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Wirtschaftliche Hilfen in Zeiten der Corona-Krise

Wirtschaftliche Hilfen in Zeiten der Corona-Krise

Die Bundesregierung beschließt Milliarden-Hilfspakete

Die durch die Corona-Krise herbeigeführte Schließung von Geschäften, Hotels Restaurants und dergl. führt bei einer Vielzahl von Unternehmen zu einer existentiellen Krise. Zur Vermeidung von Insolvenzen hat die Bundesregierung eine Vielzahl von Hilfsmaßnahmen beschlossen bzw. auf dem Weg gebracht.

Liquiditätshilfen durch Steuerstundungen

Sondervorauszahlungen auf Umsatzsteuer können auf Antrag kurzfristig zurückerstattet werden.

Fällige oder fällig werdende Steuerforderungen (Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- sowie Umsatzsteuer) werden zinsfrei gestundet. Ebenso können Vorauszahlungen auf Einkommensteuer, Körperschaftsteuer bzw. Gewerbesteuer entsprechend der veränderten wirtschaftlichen Lage angepasst werden.

Die Finanzämter verzichten bis Ende des Jahres auf Vollstreckungsmaßnahmen (z.B. Kontopfändungen) und auf Säumniszuschläge.

Kurzarbeitergeld

Unternehmen können bereits dann Kurzarbeitergeld beantragen und die Arbeit im Betrieb reduzieren bzw. auf null setzen, wenn 10 % der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt 60 % des Nettolohns (67 %, wenn der Arbeitnehmer ein Kind hat) und die gesamten Sozialversicherungsbeiträge. Der Bezug von Kurzarbeitergeld ist auch für Leiharbeiter möglich.

Staatliche Zuschüsse und Darlehen

Die Bundesregierung spannt einen Rettungsschirm in Höhe von 500 Mrd. € für Unternehmen, die wegen der Corona-Krise in Not geraten. Es sollen Garantien für Unternehmenskredite abgegeben und auch Kapitalzuschüsse geleistet werden.

Bereits bestehende Programme der KfW-Bank werden deutlich ausgeweitet und können gemeinsam mit der Hausbank beantragt werden.
Zudem hat die Bundesregierung ein 40 Mrd. € Hilfspaket für Soloselbständige und Kleinstunternehmen auf den Weg gebracht. Die konkrete Umsetzung soll kurzfristig erfolgen.

Einige Bundesländer sind mit Liquiditätshilfen bereits weiter. Notleidende Freiberufler, Selbständige und kleine Betriebe können in Bayern bspw. Soforthilfen beantragen, die je nach Größe des Unternehmens zwischen 5.000 € bis 30.000 € liegen.

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Die Insolvenzantragspflicht von einem Zeitraum von 3 Wochen soll bis zum 30.09.2020 ausgesetzt werden, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten.

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